
Hewlett Packard ProLiant DL180 G5
Der erste Eindruck war recht vielversprechend. Auf den ersten Blick hat der DL180 die Optik eines typischen HP ProLiant der DL Serie, das Innenleben des Servers läßt erstmal wenig Wünsche offen.
- Bis zu acht 3,5″ SAS oder SATA Festplatten
- bis zu zwei Intel XEON Quadcore
- Serienmässiger Hardware RAID Controller
- Bis zu 16GB RAM auf 6 DIMMs
- Gigabit Ethernet
- Bis zu 2 (dann redundante) Netzteile
- Inklusive Rackmount Kit
Auf den zweiten Blick sieht man das man zu einem DL380 schon deutliche Abstriche machen muss. Das gesamte gehäuse scheint aus einem deutlich güstigerem Material gefertigt zu sein, die “Spaltmaße” passen auch nur soweit wie es für die Funktion der jeweiligen Teile erforderliche ist.
Auch das mitgelieferte Rackmount Kit besteht eigentlich nur aus zwei rechtwinkligen Blechen, auf welche der Server später dann geschoben wird. Hier sollte man eine andere Montagelösung eindeutig vorziehen, da der Server sich im Rack durchbiegt (zumindest war es bei meinem Kunden der Fall, 2 SATA HDD´s waren auf 0/0 und 0/1 montiert).
Beim Betrieb von Microsoft Windows Server 2003 sollte man definitiv darauf gefasst sein, das manche Treiber nicht durch ein ProLiant Support Pack (ich hatte Version 8.5 verwendet) installiert werden. Dementsprechend muss manuell gesucht (auf der HP Seite gab es die nicht) und installiert werden.
Hierbei wird man auf ein paar “Unbekannte Geräte” stossen – das ist ein Socket für das zusätzlich zufügbare iLo Interface etc. HP hat hierfür einen “Treiber” in der KB hinterlegt.
Was bei mir überhaupt nicht richtig laufen wollte, war die Grafikkarte – leider für meinen Kunden extrem wichtig… Egal welchen Treiber ich für die Matrox G200 Series eingesetzt hatte, es lief nicht sauber – bei den HP Treibern kam es sogar zu BlueScreens und totalen Systemstillständen. Vielleich bessert HP hier ja nochmal nach…
Fazit:
Der ProLiant DL180 ist gut als Backupserver, oder Clusterknoten. Als Primärserver kann ich ihn nicht empfehlen, hier sollte man eindeutig die grossen Brüder des DL180 vorziehen – den DL380 zum Beispiel. Ich kann jedoch den DL180 für folgende Einsatzzwecke als sehr gut geeignet empfehlen:
- iSCSI Targetserver (unter Ubuntu 8.04 LTS Server)
- LAMP Webserver (unter Ubuntu 8.04 LTS Server)
- VMware ESXi Server (mit externem Storage)
- VMware ESX Server (mit einem SmartArray P400i Controller statt dem Seriencontroller)
- Backup to Disk Device für Symantec Backup Exec 12.5 (wahlweise unter Windows Server 2003 R2 oder unter Ubuntu 8.04 LTS Server)
- Windows Server 2003 R2 Fileserverspiegel (DFS Replikat des primären Fileservers)